Sonstiges: 5 Fragen am fünften

Ihr Lieben es ist wieder soweit und Nic hat ihre 5 Fragen am fünften gestellt. Doch bevor ich die euch beantworte muss ich noch etwas trauriges los werden. 

Letzten Monat hat Nic ja unter anderem gefragt was wir uns für dieses Jahr wünschen. Leider wird einer meiner Wünsche nicht mehr in Erfüllung gehen.  Nur einen Tag nach dem ich hier meinen Beitrag gebloggt habe ist die Person über die Regenbogenbrücke gegangen. Der Krebs hat mal wieder gesiegt.

Man kann sich noch so gut auf das Lebensende eines Menschen vorbereiten.. Doch wenn es da ist haut es mich doch aus den Schuhen. Auch wenn ich von Berufs wegen damit umgehen kann. Der Privatmensch in mir wird es wohl nie schaffen.  Deshalb saß gut 1 1/2  Wochen später schon wieder traurig auf dem Sofa. Diesmal habe ich um einer meiner Schützlinge getrauert. Auch wenn die Person ein langes erfülltes Leben hatte und eigentlich eine fremde Person war baut man irgendwie doch ein Vertrauensverhältnis auf. Das am Ende durch den Tod wieder getrennt wird.

Aber wie eine frühere Chefin mir mal sagte: Das zeigt das Du ein Mensch mit Empathie bist. Und deshalb bist du richtig in dem Job.

Doch wie es so ist. Das Leben muss weiter gehen. So hart das auch klingt. Eines Tages werden wir uns alle am anderen Ende der Regenbogenbrücke wieder sehen und uns auf unseren Wolken besuchen.

 

Nun aber zurück zu Nics Fragen. Die ich dieses Mal besonders schön finde.

1. Was ist deine Superpower?

Also diese Frage war ne Nuss für mich. Und deshalb habe ich mal mein Umfeld gefragt was sie glauben was meine Superpower ist. Da bekam ich  aber einiges zu hören. Stricken, zeichnen, filzen, basteln, gut kochen und vorlesen können, improvisieren… So das ich immer Stop sagte und meinte. Ich brauch nur ein Wort. Und da kam immer das selbe: kreativ.

Meine Superpower ist die Kreativität.  Und wenn ich so darüber nachdenke hat mein Umfeld recht. Ja sicher ich stricke, nähe, zeichnen, filze und bastle gerne. Klar auch kochen liebe ich. Und da habe ich schon ganz oft auch improvisiert. Gerade auf Arbeit wenn es um das Thema Nachtisch ging. Und wenn wir schon mal in der WG sind. Gerade im Winter sind unsere Mädels oft müde und lustlos.  Dann setze ich mich zu ihnen lese ihnen mit verstellten Stimmen aus dem Buch vor das wir gerade gemeinsam lesen und schon hören mir (fast) alle zu. Ja auch das ist Kreativität.

Manchmal gibt es irgendwo ein Problem. Ich denk dann oft gar nicht viel sage dann meist nur: Wie wäre es denn wenn wir …. Improvisieren ist auch eine Form von Kreativität.

Ja genau das ist meine Superpower. Kreativität.

2. Was kannst du nicht wegwerfen?

Ehrlich gesagt bin ich kein Jäger und Sammler. Ich kam mich recht gut von Dingen verabschieden. Wobei ich jedoch unterscheide in Dinge die wegeworfen werden können und Dinge die andere noch gebrauchen können.

Am schwersten fällt mit die Trennung wohl von Kleidung. Ich bin keiner dieser typischen “ Ich muss jeden Trend mitmachen.  Egal wie bescheidenschön er ist. Auch wenn mir die Farbe nicht steht.“ Ich sehe darin keinen Sinn und ich habe nun mal Lieblingsklamotten in meiner Lieblingsfarbe die ich solange trage bis sie auseinanderfallen, nicht mehr passen oder ich mich nicht mehr darin wohl fühle. Aber dann fliegen sie wirklich raus.

Ich finde ja auch das Mode heutzutage sehr Uniform ist. Irgendwie sieht man auf Instagram immer die selben Gesichter und Klamotten. Auf der Straße ist es genauso. Kennst du eine kennst du alle.

Ich frag mich immer warum  man dieses Mädels Fashionistas nett. Die sehen alle gleich aus. Für ich ist ein Fashonista eher jemand der sein eigenes Ding macht. Der sich von der Masse abhebt. Der Vintage oder Retroklamotten trägt. Seine Sachen selber näht, strickt oder häkelt. Was ja auch seit einiger Zeit wieder angesagt ist.  Statt schwarze Haare blonde oder rote trägt. Das beeindruckt mich eher als der neuste Trend und das gerade angesagte Label.

Vielleicht denke ich ja auch nur so, weil ich aus einer alten Schneiderdynastie komme.

Ja von Lieblingsklamotten kann ich mich am ehesten schlecht trennen. Egal ob sie noch angesagt sind oder nicht.  Im übrigen quillt mein Kleiderschrank nicht über.  Den ich habe immer noch gern den Überblick im Schrank.

3. Worauf freust du dich jeden Tag?

Das ist echt eine schöne Frage. Weil wir uns ja immer grundsätzlich eher ärgern als zu freuen. Wir sehen immer alle zu erst das negative. Ich frag mich nur warum? Weil man sich so gerne im Selbstmitleid sult? Furchtbar. Einfach nur furchtbar.

Also worüber freue ich mich jeden Tag. Das ich seit ca 10 Monaten wieder gerne zu Arbeit gehe. Also größten teils.

Wenn ich von der Arbeit komme und Blacky Fuchsberger und Miss la Diva mir entgegen kommen. Möglichst noch gemeinsam. Das klappt nicht immer, weil Cera manchmal eine kleine Zicke ist.

Wenn Blacky sich zu mir aufs Sofa kuschelt. Auch wenn ich gerade mit lesen, schreiben oder stricken beschäftigt bin.

Wenn Cera abends noch mal ins Bett gehüpft kommt um zu schmussen. So sagt sie mir gute Nacht.

Wenn ich mich abends mit einem guten Buch ins Bett kuschel. Lesen ist mir doch noch lieber als den Abend vor dem Fernseher mit einem gewissen Streamingdienst zu verbringen.

Und das bei Cera der Krebs im Moment nicht fortschreitet.

4. Welche*s Geräusch*e magst du?

In meinem Job ist es oft sehr hektisch und es gibt einen hohen Geräuschepegel. Na gut er ist nicht ganz so hoch wie im Krankenhaus oder Pflegeheim. Das ist der Vorteil an einer WG. Hier leben nur acht Menschen. Aber auch hier läuft das Radio, der Fernseher, der Staubsauger, die Waschmaschine, Beschäftigungsangebote  usw. Auf Grund der Krankenbilder wird auch viel geredet und ist Bewegung im Spiel. Kurz null Ruhe.  Deshalb liebe ich auch sehr die absolute Stille.

Manchmal sitze ich dann auf dem Sofa und horche nicht in mich rein. Nein, sondern in die Stille. Ich sitze also so da und lausche. Und dann gibt es da dieses eine Geräusch das ich so liebe.  Tick tack . Das Geräusch meiner Uhr. Diese Uhr hat mir vor Jahren eine liebe Freundin geschenkt. Die Uhr ist nicht besonders schön. Aber ich liebe dieses Ticktackgeräusch was sie macht. Meine Oma hatte  genau so eine Ticktackuhr mit genau dem selben Geräusch. Ich habe, als Kind, oft alleine im Haus meiner Großeltern im Wohnzimmer gesessen und diesem Geräusch gelauscht. Ich fand das damals schon sehr beruhigend. Heute finde ich es entspannend.

Was ich auch sehr schön finde ist wenn der Regen auf die Fensterbank trommelt. Es gibt nichts Schöneres als mit einem guten Buch im Bett zu liegen und draußen plattert der Regen auf die Fensterbank.

Viele haben jetzt bestimmt erwartet das ich das schnurren meiner Katzen nennen würde.  Aber leider schnurrt Herr Fuchsberger nicht wirklich. Und wenn doch dann hört sich das an als ob er Asthma hat. Dafür kann er sehr gut schnarchen. Nur leider finde ich das nicht entspannend. Und Cera la Diva schnurrt so leise das man es nicht hört. Man spürt es nur beim streicheln.

5. Was hast du immer im Kühlschrank?

Grundsätzlich befindet sich immer irgendwas im Kühlschrank. Selbst am Mittwoch unserem Einkaufstag. Ich hasse einkaufen. Deshalb versuche ich das möglichste an einem Tag in der Woche zu erledigen. Und das ist Mittwoch. Ich finde das ist besser als Donnerstag oder Freitag,  weil da die meisten einkaufen gehen.

Grundsätzlich sind in unserem Kühlschrank immer zu finden Wasser, Milch, Tomatenmark,  Senf, Zitronensaft, Schmalz, Butter, Käse, Tomaten, Quark. Und Eier. Eier sind ganz wichtig. Ich liebe Eier.

Ich glaube das war’s. Das sind  die Sachen die nur drei mal im Jahr aus gehen. Höchstens. Dann herrscht aber wirklich Kahlschlag im Kühlschrank. Oder wie meine Oma immer sagte: Da weinen ja sogar die Mäuse im Kühlschrank.

 

Habt einen schönen Dienstag. Und ja der kreative Beitrag fällt heute aus. Den gibt es diese Woche erst am Freitag.