Mein Leben mit Herrn Fuchsberger und Miss la Diva: Neuzugang – Cera

Wer hier wegen meiner Couchbesetzer in erster Linie mitliest wird sicher schon eine Weile darauf warten das ich darüber mal schreibe warum ich Cera adoptiert habe und was mich nach gut vier Jahren mit eine Einzelkatze dazu geritten hat mir noch eine zu holen.

Ehrlich gesagt wäre ich wahrscheinlich schon an dem Tag mit zwei Katzen nach hause gefahren, an dem ich Blacky adoptiert  habe oder er mich, wenn das zweite Kätzchen, das mit ihm in dem Katzenkorb im Tierheim saß nicht Katzenschnupfen gehabt hätte und noch in Quarantäne gewesen wäre. Leider Pech lfür die kleine Tigerkatze. Die hoffentlich auch ein schönes Zuhause bekam. Glück für meine kleine Cera.

Ich bin schon immer in einem Haushalt mit vielen Tieren groß geworden. Hunde, Katzen, Hühner, Gänse, Enten, Kaninchen und Minipapageien gehörten schon immer zu meiner Familie.  Und ja auch das liebe Federvieh war zeitweise Streichelviehzeug.

Katzen gab es schon immer in der Familie meines Vaters. Und mindestens eine schwirrte auf dem Hof meiner Großeltern rum. Und deshalb war klar, nachdem für mich feststand das ich mir keinen eigenen Hund anschaffen würde das es mindestens eine wenn nicht sogar zwei Katzen sein würden.

Woran ich damals nicht gedacht hatte das so eine Zusammenführen auch Probleme bergen kann. Unsere Katzen, auf dem Hof meiner Großeltern, lebten immer friedlich mit einander zusammen.   Doch dazu in einem anderen Beitrag später mehr.

Für mich war klar das ich, wenn ich mir noch eine zweite Katze holen würde wieder ins Tierheim fahren  würde. Doch dann lass ich einen Beitrag über den hiesigen Katzenschutzbund und war fasziniert von deren Arbeit.   Irgendwie erinnerte mich das ganze immer an meine Kindheit. Meine Großeltern hatte auch immer nur Straßenkatzen auf dem Hof. Immer schleppte einer von uns ein Tier an. Ob mein  Vater, Onkel, meine Cousins oder meine Oma selbst. Oder fremde Leute standen mit den Tieren vor der Tür. Allerdings nur weil sie sich in der Hausnummer geirrt hatten und sie eigentlich zum Tierarzt wollten, der nur ein Hof weiter wohnte. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Ich fand die Idee eine Straßenkatze aufzunehmen echt toll. Und ich fing an mich damit zu beschäftigen.  Ohne Herrn Fuchsberger dazu zu „befragen“. Blacky ist ein sehr ruhiger Zeitgenosse und kam damals schon mit dem Kater meiner Eltern in Berührung und kam gut mit ihm klar. Und deshalb war ich auch voll davon üerzeugt das das mit einer zweiten Katze gut klappen wird.

Eigentlich wollte ich noch so lange warten bis die letzten drei Minipapageien verstorben waren. Allerdings werden die inzwischen auch viel älter als geplant. Und so kam es das ich mich doch darauf vorbereitete eine weitere  Katze zu adoptieren.

Mental war ich zwar darauf vorbereitet und schaute auch immer wieder auf die Seite des KSB vorbei. Aber ich zögerte das ganze doch heraus. Zum einen stand ein Jobwechsel ins Haus und nicht jede Katze die ich sah passte auch. Schließlich sollte das Tier, das schon schlimmes hinter sich hatte auch ein Bleiberecht auf Lebenszeiten bekommen.

Doch am 31. Oktober 2017 sah ich dann Cera und war verliebt. Ich weiß nicht genau was es war. Ihre Geschichte, ihre Art was auch immer. Ich war verliebt.

Cera wurde im Sommer auf dem Mittelfahrstreifen der Stadtautobahn in der Nähe eines Autohause gefunden. Sie bestand nur noch aus Haut und Knochen.  Abgemagert und hatte furchtbar viele Exeme. Ihr Fell war klitschnass.  

Vermutlich wäre sie gestorben, wenn nicht ein paar aufmerksame Menschen sie entdeckt hätten und dies dem KSB gemeldet hätten.

Den ganzen Nachmittag geisterte ich auf ihrem Profil rum. Abends nahm ich dann allen Mut zusammen und schrieb dem Verein eine Nachricht. Schon am nächsten Tag hatte ich Post im PN Kasten. Kurz überlegte ich zurück zu schreiben. Griff aber dann zum Telefonhöre um anzurufen. Ich fand es persönlicher mit dem Mädel vom KSB zu telefonieren. Denn eigentlich suchte  man für Cera einen Haushalt ohne eine zweite Katze. Doch Blacky ist so ein verträgliches Bärchen das ich es einfach drauf ankommen lassen wollte.

Wir telefonierten eine halbe Stunden und machten für den kommenden Freitag einen Begehungstermin aus. Beim KSB ist es nicht wie im Tierheim wo man einfach mal so hinfährt und mit einem Tier unterm Arm nach hause fährt.

Freitag drauf kamen dann Cera damalige Pflegemama Andrea und ein weiters Mitglied vom Katzenschutzbund.  Sie schauten sich die Wohnung an die ein Paradies für Katzen ist. Kissenlounge im Schlafzimmer auf der Fensterbank, Küche Tag und Nacht offen für Futter und Wasser, Trinkbrunnen in der Diele, Katzengarten, Schlafpätze überall. Kurz eben ein Paradies.  Ich hatte alle Voraussetzungen. Perfekte Wohnung für die Tiere,  Job, ruhige Umgebung. Was für Cera eine Voraussetzung war.  Nur einer zeigte sich von seiner schlechten Seite. Blacky. Er ließ sich nicht  blicken.

Nachdem alle Fragen geklärt waren bekam ich noch einen Gegenstand von Cera mit ihrem Duftstoff und ich gab Andrea etwas von Blacky zurück. So das wir beide testen konnten wie die beiden auf den Geruch des anderen reagieren.  Blöderweise machten uns beide einen Strich durch die Rechnung und zeigten keine Reaktion. Typisch Cera und auch Blacky.

Ein paar Tage später beschlossen wir, Andrea und ich, das wir es auf einen Versuch ankommen lassen wollten.

Cera zog die Woche darauf ein. Andrea bekam endlich Blacky zu Gesicht. Und das Chaos konnte los gehen.

Was genau alles passiert ist und wie es weiter ging erzähle ich euch beim nächsten mal. Nur so viel sei verraten. Cera lebt immer noch bei mir. Im großen und ganzen verstehen sich die beiden Couchbesetzer sehr gut. Andrea und ich sind in Kontakt geblieben und schreiben uns immer noch regelmäßig. Ich schicke immer wieder Fotos von ihrem einstigen Pflegekind das in zwischen eine wohlgenährte, verschmuste, aber immer noch dickköpfige kleine Katze ist.

Samstagsplausch & Sonntagsglück

10 Kommentare zu „Mein Leben mit Herrn Fuchsberger und Miss la Diva: Neuzugang – Cera

  1. Hallo liebe Sanni, das kenne ich, wir haben damals zu meiner Katze noch einen Kater dazu geholt, der ein neues zu Hause brauchte. Es herrschte seit da an Krieg unter einander. Meine Katze hat ihn nie angenommen. Beeindruckend war nur wie er dann nicht mehr da, hat sie ihn in der ganzen Wohnung gesucht.
    Aber bei Dir sieht es doch schon ganz gut aus, irgendwann werden sie bestimmt zusammen auf der Couch liegen.
    Hab viel Freude mit den Beiden und ein schönes Wochenende. Lieben Gruß Sylvia

  2. Oh das kenne ich nur zu gut. Ich habe mal von einer Katzenschutzinitiative Geschwister gehabt. Bei uns flogen die Fetzen. Eine der Beiden war ein richtiger Drachen, wenn es um die andere Katze ging. Inzwischen sind durch die Trennung der Menschen auch die Katzen getrennt worden. Für meine Bonny war das ein Segen, denn sie war die, die trktiert wurde. Heute habe ich eine total verschmuste Katze!

    Gruß Marion

  3. Liebe Sanni,
    schön, das ich endlich wieder kommentieren kann!!! :0) deine beiden katzen sehen so zufrieden aus! ich finde es klasse, wenn katzen, die es nicht gut hatten, so ein schönes kreativsofa bevölkern dürfen :0) unsere maunz war auch so übel dran, das sie heute noch drunter leidet und oft gestresst ist. Aber sie hat auch wirklich gute tage, an denen sie sich total wohl fühlt…ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

    1. Ja, das ist wirklich tragisch. Bei Cera spürt man die Auswirkungen auch nach 1 1/2 Jahren noch. Jedesmal wenn sie hier eine Plastiktüte findet versucht sie diese zu fressen. Dabei hat sie das nicht mehr nötig. Das Mäuschen muss schlimmes erlebt haben.

  4. Hach, da geht einem das Herz auf! Und schön das Cera es bei dir so gut hat :) Ich bin ja bekennender Hundemensch, aber wenn ich mehr Zeit und Platz hätte, würde eine Katze bestimmt auch noch einziehen. Aber was nicht ist kann ja noch werden! LG, Michéle

  5. Es gibt soviele Katzen zu adoptieren. Wir haben gleich zwei mit nach Hause genommen, resp. die sind mit uns mitgekommen. Sonst hätten wir sie wohl nicht bekommen. Viel Freude mit deinem Büsi. Liebe Grüsse von Regula

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