Mein Leben mit Herr Fuchsberger und Miss la: Zusammenführung

Da sind wir wieder zurück aus der Sommerpause. Ein klein wenig früher als geplant. Vor der Sommerpause habe ich ja erzählt wie Cera zu mir kam. Allerdings war sie ja mein Zweitkatze, denn hier lebte ja schon Blacky Fuchsberger. Das so eine Zusammenführung nicht immer sofort klappen kann bzw was man, oder ich in dem Fall alles falsch gemacht habe. Darum geht es in diesem Blogpost.

Wie ich ja schon im Post vor der Pause erzählte haben beide Katzen entspannt bzw gar nicht auf einander reagiert. Und somit wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen das auch was schief laufen könnte. Vielleicht bin ich auch ein Stück weit naiv an die Sache ran gegangen, weil die Katzen meiner Großeltern immer auf dem Hof und im Haus zusammen lebten und es nie Probleme gab. Da die sich bereitwillig ein Revier teilen. Ja Katzen haben Reviere. Auf die Idee wäre ich nicht gekommen.

Gleich am ersten Tag an dem Cera hier einzog habe ich einen Anfängerfehlet gemacht der mir nicht hätte passieren dürfen. Normalerweise setzt man die Katze ins Katzenklo. So das sie dann schon mal weiss wo sie ihr Geschäft machen kann. Ceras Mama war der Meinung das es genügen würde die Box vor das Klo zu stellen. Ihre persönliche Erfahrung. Leider ein fataler Fehler in Ceras Fall. Sie versteckte sich erst mal hinter der Waschmaschine. Ich beschreibt jetzt nicht alle Details. Aber ich musste anschließend, ähnlich wie bei Blacky, Toilettentraining machen. Vierundzwanzig Stunden habe ich bei ihr gebraucht bis sie sauber war.

Doch das war nicht das Hauptproblem. Keiner weiß was Cera wirklich alles schlimmes erlebt hat. Dementsprechend angespannt und ängstlich war Cera. Blacky dagegen war neugierig ohne Ende. Klar der fremde Geruch von neulich war wieder da. Und diesmal auch leibhaftig.

Neugierig wie er nun mal ist versuchte er dem Problem auf den Grund zu gehen. Nur leider hatte er die Rechnung ohne Cera gemacht. Die versteckte sich die ersten zwei Wochen unter dem Sessel im Wohnzimmer bzw unter dem Bett im Schlafzimmer. Nur nachts traute sich die kleine Prinzessin raus. Und dann begegneten sich beiden und es fand ein regelrechtes Fauchkonzert statt. Man hörte sich durch die Wohnung. Irgendwann versteckte sich Cera dann wieder und ein Blacky stand da und verstand die Welt nicht mehr.

Sicher kommen jetzt die Ratschläge von räumlicher Trennung und langsamer Zusammenführung. Da gab es hier nur ein Problem, das Katzenklo, was beide von Anbeginn, gemeinsam benutzen stand in einem Raum. Und der einzige Ort wo nie Streß herrschte.

Also musste ich mir was anderes überlegen. Alles erstes schuf ich für Cera zwei Rückzugsorte. Unter dem Sessel und Bett. Dort lagen Decken und Kissen. Die ersten zwei Wochen habe ich sie auch nur unter dem Sessel gefüttert. Schon alleine wegen meines verfressenen Katers wegen. Es war immer lustig anzusehen wie versucht hat unter den Sessel zu kommen. Hat aber nie geklappt. In den zwei Wochen habe ich dann auch versucht Vertrauen zu Cera aufzubauen. Was auch gut geklappt.

Nach zwei Wochen tauchte sie abends Schwanzwedeln vor mir auf. Da Blacky auch gerade im Raum war und seine Leckerlis bekam habe ich sie auch versucht damit zu füttern. Es dauerte genau drei Tage bis sie mir dann aus der Hand fraß.

Inzwischen verlegte ich ihren Futternapf in die Küche. Wo beide zu selben Zeit gefüttert wurde. Auch das klappte gut. Nur eins blieb weiter ein Problem die Nächte mit fauchen, jagen und jaulen.

Der Trick mit füttern, Leckerlis und Spielzeug klappte nur Bedingt. Klar wenn es Fressen und Katzensüßigkeiten gab waren die beiden sich einig hielten Waffenstillstand. Cera war ungemein misstrauisch und Blacky so neugier auf sie. Tags über lief es ganz gut. Obwohl ich auch da hin und wieder die Anspannung spürte. Blacky verstand wohl die Welt nicht mehr. Er war nicht mehr alleine der Chef zu Hause und die neue Katze wollte nichts mit ihm zu tun haben. Die Situation war fast aussichtslos. Aber aufgeben gibt es für mich nicht. Zumal ich Cera inzwischen in mein Herz geschlossen habe. Und sie Bleiberecht bis an ihr Lebensende versprochen hatte.

Inzwischen hatte ich mich mit einer Kollegin unterhalten und die gab mir den Tipp mit Feliway *. Das ist ein Pheromon das dazu beiträgt das Katzen sich entspannen, nicht mehr kratzen, irgendwo hinpullern und sich auch anfreunden. Für letzteres gibt es eine spezielle Sorte.

Ich wollte es damit probieren und bestellt gleich noch von der Arbeit aus die Flasche. Doch ich wollte nicht noch drei schlaflose Nächte haben und da viel mir ein das ich ja auch noch in unserer Tierhandlung nach dem Produkt Fragen kann. Ich rief auf dem Weg nach Hause an und bekam als Antwort das sie die Flaschen da haben. Ich machte auf dem Absatz kehrt und fuhr hin um ein Grundset zu kaufen.

Sofort zu Hause angekommen belas ich mich und baute den Stecker an. Was soll ich sagen. Nach zwei Stunden hatte ich einen tiefenentspannten Blacky Fuchsberger auf dem Kratztbaum liegen. Bei Cera dauerte das ganze noch ein paar Tage länger. Aber irgendwann entspannte sie sich. Und die Zusammenführung ging nun Schritt für Schritt weiter.

Das ganze ist nun gut 1 1/2 Jahre her. Ich arbeite immer noch mit dem Produkt. Bin aber inzwischen auf eine Flasche runter gefahren. Blacky und Cera sind zwei Grund verschiedene Katzen. Blacky ein Kater, der mal auch den wilden Kerl heraus hängen lässt, aber meistens sehr tiefenentspannt ist. Cera eine kleine Diva die auch gern mal die wilde Gettoprinzessin spielt. Doch das Zusammenleben ist viel leichter geworden. In Sachen Futter und Leckerlis sind sie beide nach wie vor einig. Auch der Kratzbaum gehört inzwischen beiden. Tagsüber besetzen sie beide gemeinsam das Bett und nachts schlafen sie manchmal sogar zusammen auf dem Sofa. Daher auch der Name Couchbesetzer. Nur abends gibt es in Sachen Schlafzimmer ein paar Probleme. Blacky schläft auch gerne mal auf der Fensterbank und muss dazu über das Bett. Doch die eifersüchtige Cera will mich dann für sich alleine beansprucht, zickt dann auch mal rum. Dann Spiel ich mal kurz Chef und es herrscht wieder Ruhe im Karton.

Klar jagen sich die beiden nach wie vor noch. Und Cera faucht dann auch mal kurz. Und sich gegenseitig hauen ist auch mal drinnen. Aber das ist dann im Schnitt nur spielen. Selten gibt es hier eine Flaschenbürstenschwanz. Und manchmal benehmen sie sich auch wie kleine Kindern. Wenn ich den einen dabei erwische wie er den anderen hauen will und sich dann einfach mal streckt. Nach dem Motto das sah jetzt anders aus als du denkst. Am Ende sitzen die beiden einträchtig auf der Katzentreppe oder links und rechts neben mir auf dem Sofa.

Katzen halt.

Samstagplausch und Sonntagsglück

5 Kommentare zu „Mein Leben mit Herr Fuchsberger und Miss la: Zusammenführung

  1. Mehrere Katzen zu haben, ist schon immer ein kleines Spektakel. Ich habe es immer nicht geglaubt. Bislang wohnte immer nur eine Prinzessin bei uns. Und dann hatten wir drei Damen. Eine enorme Umstellung. Inzwischen sind es nur noch zwei. Aber immer noch haben wir einiges zu lachen oder zu schimpfen. Über dieses Pheromon habe ich auch schon gelesen. Zum Glück kommen unsere Damen ohne aus.
    Liebe Grüße
    Andrea

  2. Nun bist du also auch zu WordPress umgezogen.
    Schön hier.
    Und so langsam bekomme ich das Gefühl, bald allein auf blogspot zu sein.
    Aber mir gefällt das Dashboard auf WordPress persönlich ja so gar nicht.

    Komm gut durch die neue Woche!

    Pamela

    1. Ich bin schon seit 14 Monaten hier. Ja, fast alle Blogs, die ich lese, sind umgezogen. Ich finde das man hier viel mehr Möglichkeiten hat als bei Blogger. Und so schlimm ist das gar nicht. Ich habe einen Monat gebraucht bis ich mich ihr durch das Dashboard gewühlt habe.

  3. Ich genoss deine Geschichte über Cera und Blacky. Ich habe in der Vergangenheit Feliway gekauft. Ich denke, es macht mich schlafen!!! Hier gibt es Drama zwischen den weiblichen Opie und die beiden Jungs. Sie verwendet zum Kuscheln! Die guten alten Zeiten!
    LG Greg

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