Wer, bitteschön, feiert denn schon Weihnachten im Sommer oder Mittweihnachten in Zamonin

Wir um die Frage gleich mal zu beantworten. Ja ich der Grinch vom Dienst habe freiwillig Weihnachten gefeiert und das im Sommer. Doch wo hat das ganze denn nun stattgefunden und wer ist verrückt genug das ganze zu Organisieren?

Na ganz einfach. Sicher könnt ihr es euch schon denken. Im Bücherhotel. Jedes Jahr am 24. Juni feiert man in Groß Breesen Mittweihnachten. Oder die Mitte des Jahres von Weihnachten.
Auf die Idee hat die liebe Conny einer ihrer Gäste gebracht. Der in Schweden erst Mittsommer und drei Tage später Weihnachten feierte. Die Idee fand Conny so gut das sie in ihrem süßen kleinen Hotel umsetzte.
Was ursprünglich als kleine Feier mit vier Gästen begonnen hat ist inzwischen ein großes Fest mit Dauer- oder Wiederholungstätergästen geworden. Wir waren dieses Jahr zum ersten Mal dabei. Schon alleine aus dem Grund das es ein ganz besonderes Hight light gab. Die Deko im Orginal hatte ich schon vor rund drei Jahren gesehen. Damals waren wir zum ersten Mal im Sommer kurz nach Mittweihnachten dort. Gehört hatten wir auch schon davon. Aber noch nie teilgenommen.

Wem der bekannt vorkommt. Ja der ist von mir. Und er ist hier im Archiv.

Ich bin bestimmt kein Weihnachtsfan mehr. Aber irgendwie wollte ich den Spaß mindestens einmal miterleben. Wenn auch dieses Mal ohne die anonymen Büchereulen.

Also was ist denn nun genau Mittweihnachten? In einfachen Worten stellt euch Weihnachten im Sommer vor. Bei sagenhaften 28 Grad. Im Gutsgarten in dem Fall. Alles ist auf Weihnachten geschmückt. Es gibt Tannenbäumen oder besser gesagt die alten, inzwischen braun gewordenen, Weihnachtsbäume vom letzten Weihnachtsfest im Dezember . Es gibt ein Weihnachtsessen, der Weihnachtsmann kommt und verteilt Geschenke, einen kleinen Rundgang und dieses Jahr der Höhepunkt eine Lesung mit Andreas Fröhlich. Der aus Walter Möhrs neusten Zamonin Werk las. Ein muss für jeden Zamonin Fan. Also genau das richtige für Conny, denn keiner liebt Zamonin wohl mehr als Conny.
Die Kronprinzessin konnte leider nicht dabei sein. Und die liebt Zamonin noch viel mehr als ich.
Doch der Reihe nach.

So nach und nach trudeln dann alle ein. Mit unter in ganzen Gruppen, paarweise. Hier trifft man wie gesagt auf Wiederholungstäter, jährliche Fans oder eben auch Neuankömmlinge in Sachen Mittweihnachen.
Hier findet man schneller Anschluss als das man fröhliche Weihnachen sagen kann. Und am göttlichsten sind die Gesichter von den Radfahrern auf der Durchreise. Ahnungslose die gebucht haben ohne von Mittweihnachten zu ahnen. Der Gesichtsausdruck ist einfach göttlich. Vor allem wenn Ihnen dann auch noch fröhliche Weihnachten wünscht. Sobald dann auch noch geklärt ist das dies kein Witz ist finden die meisten es lustig bis cool.

Mittweihnachten beginnt im Grunde erst um 14.30 Uhr doch eigentlich schon morgens. Und so reisen einige Weihnachtsverrückte schon ein Tag früher an um morgens beim dekorieren zu helfen. Schließlich passiert das nicht von alleine. Die Tische werden weihnachtlich gedeckt. Es gibt eine Sitzordnung, die braunen Weihnachtsbäume werden aufgestellt. Im Saal steht der Sack vom Weihnachtsmann bereit um seine Geschenke hinhein zu packen. Natürlich heimlich.
Im Laufe des Vormittags rücken dann die Weihnachtsverrückten an. Wahlweise mit Weihnachtsmannmütze oder auch Geweih oder eben ohne.

Während im Hintergrund Weihnachtsmusik, und das bei fast dreißig Grad, spielt wird das Kaffeebuffett gedeckt mit selbstgebackenen Kuchen, Waffeleisen und Teig. Die Gäste schmücken die Weihnachtsbäume.
Dann eröffnet Conny, Hausherrin mit einer kleinen Ansprache das Fest. Sie erzählt warum es Mittweihnachten gibt und wie der Tagesablauf ist.

Danach gibt es Kaffee und Kuchen. Man plaudert ein bisschen, macht Fotos und ist wie gesagt schneller beim du als man fröhliche Weihnachten sagen kann. Hier geht das mit dem Anschluss finden schneller als man denkt. Zwischenzeit wünscht man sich auf Geheiß der Hausherrin immer wieder frohe Weihnachten .
So cirka eine Stunde nach dem Kaffeetrinken ging es dann zum Rundgang vom Zwergenweg nach Eulenhausen. Eine kleine Tour zwischen Gutsgarten, Gutshaus, Bücherscheune und das seit dem 24.06. Im Umbau befindliche Eulenhausen. Ein Märchenreich für Erwachsene.
Eine gute Stunde, bei ziemlich weihnachtlichwarmen Temperaturen, habe ich den Spass mit gemacht.

Pünktlich um 17.30 Uhr stand dann der Alte, Verzeihung, der Weihnachtsmann im Gutsgarten. Alle waren da außer Torsten, der Herr des Hauses. Er wurde zu einem Wasserrohrbruch gerufen. Also fand die Bescherrung ohne ihn statt. Bei der viel gelacht und gescherzt wurde. Natürlich werden in erster Linie die guten Geister des Hotels bedacht. Aber auch unter einander Beschenkten sich die Gäste. Ich habe natürlich auch ein Geschenk für die Königinmutter dabei und ein Bild vom Gutshaus gemalt. Das natürlich an Conny und Co ging.

Nach der Bescherrung gab es dann Abendessen. Es wurde bei diesem herrlichen Weihnachtswetter gegrillt. Es gab Bratwürste und Fleisch, hausgemachte Salate und Kräuterbutter. Alles gut angepriesen vom Hausherren Torsten, der auf wundersame Weise wieder aufgetaucht war. Ingos Soljanka dürfte natürlich auch nicht fehlen.
Es wurde gelacht, gegessen, getrunken, gesungen und gescherzt. Und während dies alles so passierte tauchte der Höhepunkt des Abends auf der Synchronsprecher Andreas Fröhlich.

Andreas liest ja nun schon seit ein paar Jahren für Walter Möhrs die Bücher ein. Ich gestehe ja das ich auch ein Fan der Reihe bin. Nur leider nie beim lesen reinfand. Wie gut das es das gute alte Hörbuch gibt. Und dank dem verstorbenen Dirk Bach, der die ersten vier Bücher las, und Andreas Fröhlich bin ich doch am Ende in Zamonin hängen geblieben.
Im übrigen werden die meisten von euch Andreas kennen und vielleicht sogar ein Stück mit ihm aufgewachsen sein. Er ist die Stimme von Bob aus die drei ??? . Na klingelt es da bei dem einen oder anderen bei euch? Und ich lege noch einen drauf. Er hat auch Golom aus Herr der Ringe gesprochen. Und ich werde nie wieder die Filme normal schauen können nachdem er erzählt hat wie er dazu kam die Stimme so anzulegen.
Und damit sind wir auch schon beim Thema. Andreas hat sich sofort zu uns in die Runde gesetzt mit uns Bier getrunken, gegessen und erzählt. Als wenn man sich schon ewig kennt. Das geht im Bücherhotel eben alles sehr schnell. Ganz herrlich normal.
Auf Wunsch von Andreas fand die Lesung dann auch im Gutsgarten und später am Lagerfeuer statt. Und weil es so dunkel war mit Taschenlampe.

Wenn ihr jetzt glaubt eine sterile Lesung mit angeordneten Stühlen. Von wegen. Ganz lässig mit Weinglas, Sangria, Cola und Bier, übrigens auf für Andreas, saßen wir bunt durcheinander. Unsere Gruppe war inzwischen auf 25 Leute geschrumpft. Andreas lief zwischen uns herum und las sehr aktiv hin und her hüpfend aus mehreren Zamonin Werken. Zwischenzeitlich erzählte er das eine und andere beantwortete auch Fragen. Wir durften auch alle fotografieren und filmen. Und glaubt mir wir haben die eine oder andere Erinnerung auf Film und Bild gebannt. Bitte habt Verständnis das ich hier keine Bilder oder Filme zeige. Aber ich wahre die Privatsphäre der anderen Leute die mit vor Ort waren.
Irgendwann war es dann dunkel genug für das Lagerfeuer und wir versammelten uns mit Decken, Jacken und Co darum. Andreas sprang wie das Rumpelstilzchen ums Feuer und las vor, erzählte und hatte die Lacher auf seiner Seite. Ich schwöre euch, ich werde nie wieder ein Zamonin Hörbuch mit Andreas Fröhlich hören können ohne ihn ums Feuer springen zu sehen. Einfach genial, göttlich.
Bis kurz vor Mitternacht ging das Mittweihnachtsfest und die Lesung. Und erst am anderen morgen sollte sich der eine oder andere von wieder sehen. Andreas übrigens .

Ja, was soll ich noch sagen. Andreas war von Connys Hotel beeindruckt und es scheint ihm sehr gut gefallen zu haben. Conny hat einen Fan mehr und Andreas gleich wohl ein Dutzend.

Das war’s auch für heute. Und wer bis jetzt durchgehalten hat. Herzlichen Glückwunsch ihr habt es geschafft. Der Beitrag ist jetzt zu Ende.


Froh& Kreativ, Samstagsplausch & Sonntagsglück

11 Kommentare zu „Wer, bitteschön, feiert denn schon Weihnachten im Sommer oder Mittweihnachten in Zamonin

  1. Guten Morgen,
    ich finde das eine großartige Idee. Im Sommer feiert nicht jeder Weihnachten und da ist das auch etwas Besonderes. Sollte ich mir jetzt auch mal überlegen, ich habe soviel Zeug von Weihnachten, da ich mit Sicherheit nicht mehr brauche.
    Ach was, Weihnachten kann man das ganze Jahr feiern und gerade das Weihnachtsoratorium von Bach ist viel ziu schön, als das man das nur an Weihnachten hören könnte.

    Käthe Wohlfahrth feiert in ihrem Geschäft das ganze Jahr Weihnachten.

    Warum nicht?

    LG Eva

  2. Nichts ist unmöglich, das dachte ich mir auch als ich an Pfingsten Weihnachtsschmuck kaufte in Thüringen.
    L G Pia

  3. Unglaublich! Ideen gibt es! Eine wirklich witzige Idee. Ich war vor vielen Jahren mal in Kanada, da gibt es einen Ort (ich erinnere mich nicht mehr an den Namen… Himmel…), in dem das ganz Jahr über Weihnachten gefeiert wird.
    Viele Grüße
    Anni

  4. Weihnachten im Sommer, das könnte meinem Kerl gefallen. Fehlt nur der Strand und das Meer vor der Nase.
    Andreas höre ich übrigens sehr gerne. Nur mit den Moers-Büchern, kann ich nichts anfangen.
    Lieben Gruß
    Andrea

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