Persönliches

Gedanken zur aktuellen Situation

Gefühlt jeder zweite schreibt ja im Moment seine Gedanken zu Corona auf. Und es gibt wohl kaum einen der sich nicht Sorgen macht was in unserer Welt gerade los ist.

Auch mir geht es nicht anders. Und doch bewahre ich Ruhe. Warum? Weil Panikmache eh nichts bringt. Hände waschen, Abstand halten, Menschenmassen meiden, soziale Kontakte einschränken. Das mache ich schon seit vier Wochen. Nicht weil ich Panik schiebe, sondern weil ich zu einer der gefährdenden Gruppen gehöre. Und mir meine Gesundheit, meine Freunde, Familie, Kollegen oder meine Schützlinge nicht egal sind. Denn leider ist der Mensch ein ziemlicher Egoist. Was ich ja gerade in der letzte Woche gelesen, gesehen und gehört habe. Ich finde es echt erschreckend wie ich bezogen manche Menschen sind. Nachdem Motto was geht mich fremdes Elend an.

Allerdings bringen mich auch einige Dinge zur Weißglut. Wenn ich sehe das die Leute wie irre anfangen Dinge zu Hamstern. Leute, ihr sollt euch einen Lebensmittelvorrat für 14 Tage zulegen. Nicht weil wir den Weltuntergang erwarten, sondern damit wir nicht steht’s und ständig raus müssen. So vermeiden wir die Ansteckungsgefahr. Und warum zum Geier kaufen auf einmal alle Klopapier wie doof? Ich wusste nicht das man das essen kann. Und so weit ich weiß erwarten wir auch keine Durchfallpandemie. Wenn ich sehe was die Leute noch so alles hamstern, dann frage ich mich ob der Einzelhandel nach Beendigung der Pandemie wegbrechen wird. Schließlich müssen Nudeln, Tomatenmark, Waschmittel und Toilettenpapier erst mal aufgebraucht werden.

Ach und wenn wir schon dabei sind. Könnte bitte mal einer den sturen Rentern erklären das sie zu einer der gefährdenden Gruppen gehören? Ich war Mittwoch echt entsetzt wie viele alte Menschen einfach mal so im Einkaufszentrum saßen. Ohne Einkäufe. Ach ja und im fast leeren Cafe saßen auch ein paar Renter. Am liebsten wäre ich hingegangen und hätte sie durchgeschüttelt und gesagt das ich meinen Urlaub in meinen vier Wänden verbringe, damit ich nach dem Urlaub wieder arbeiten darf. Denn in der Pflege wird jede Hand gebraucht. Ich habe mich mit meiner Chefin geeinigt das ich nicht zu Hause bleibe. Erst dann wenn Verdachtsfälle auftreten. Schließlich wird jeder von uns gebraucht.

Eine alte Dame sprach mich vor der Apotheke an und fragte warum die Leute hier Schlange stehen. Ob es etwas besonders gibt. Ich habe es ihr ruhig erklärt. Sie meinte nur: Ach ja. Eigentlich will ich auch in die Apotheke. Aber ich gehe dann wohl besser lieber nach Hause. Ich bat sie darum das zu tun. Ich wollte ihr noch den Tipp geben einen jüngeren Nachbarn oder ihre Kinder zu fragen ob die ihr nicht die Sachen aus der Apotheke holen und am besten gleich auch noch die Einkäufe erledigen können. Doch dazu kam es nicht mehr, denn sie ging zurück in den Hauptteil des EKZs. Wo auch all die anderen Renter waren.

Da regen sich Angehörige auf weil sie nicht mehr in die Pflegeeinrichtigen bzw Krankenhäuser zu ihrem Angehörigen dürfen. Da schimpfen Bewohner und Patienten über das Personal, weil wir das alles schlimmer machen als es ist. Hallo, schon mal daran gedacht, wenn das Personal krank wird das es da keinen Nachschub gibt? Bei uns stehen die Leute nicht Schlange um unseren Job zu machen. Da kommt dann keiner zum Rückenwaschen, Tabletten geben, Blutdruck messen, Zimmer putzen. Geschweige denn Wäsche waschen oder kochen.

Da fahren Jugendlichen den ganzen Tag mit dem Bus durch die Stadt, pöbeln Leute an. Feiern Partys. Haben die in der Schule überhaupt mal zugehört warum jetzt alle zu Hause bleiben sollen? Und wo sind die Eltern von solchen Kindern?

Mein persönlicher Supergau war übrigens das in der Firma eines Familienmitglied, übrigens ein sehr bekanntes großes deutsches Unternehmen, die Mitarbeiter nicht im Homeoffice arbeiten dürfen. Da müssen sogar Mitarbeiter, die aus der Schweiz oder Italien Urlaub kommen zur Arbeit erscheinen. Und das obwohl sie unter Pandemieschutz gehören. Der Pandemieschutzbeauftragte hat entweder die Krankheit nicht verstanden oder einfach nur angst um seinen Job. Denn, es sollen schon Führungskräfte gekündigt worden sein, weil sie ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt haben. Hallo geht’s noch? Wie kann man nur so Geldgeil sein? Ist ein Menschenleben heute nichts mehr wert? Wir sind also alle ersetzbar. Ich weiß nur eins. Passiert meinem Familienmitglied was können sich da gewisse Leute in dem Unternehmen warm laufen.

Ein weiteres Familienmitglied bekommt keinen Facharzttermin, obwohl die Person auch zu einer gefährdeten Gruppe gehört und seit 14 zu Hause sitzt, weil es ihm nicht gut geht. Wie war das doch gleich? Wir sind in Deutschland gut darauf vorbereitet? Klar deshalb werden ja jetzt auch Schutzkleidung zu überteuerten Preisen verkauft und Desinfektionsmittel in Pflegeeinrichtungen gestohlen.

Überhaupt diese ganze Fakenews Geschichten bringen mich richtig auf die Palme. Wenn ich so jemanden erwischen würde, dann würde ich ihn mal in ein Zimmer mit einem Corona Patienten stecken. Damit er oder sie mal merkt wie das mit der Angst so ist. Mal sehen ob sie das dann immer noch so lustig finden.

Aber bei all dem schlechten gibt es auch gute Dinge zu berichten. Der Humor unter den Kollegen war noch nie so groß wie jetzt. Ich glaube wir haben alle Angst vorm Lagerkoller. Wir unterstützen uns gegenseitig und sei es nur bei der Kinderbetreuung. Da werden Fahrgemeinschaften gebildet, Dienste getauscht und noch vieles mehr gemacht. Also nicht alle Menschen sind vom der Krankheit Egoismus infiziert.

Da werden Unternehmen erfinderisch um weiter Umsatz zu machen. Ob mit oder ohne Onlineshop. Restaurants liefern Essen nach Hause. Kreativläden geben satte Rabatte oder verzichten auf das Porto. Und wisst ihr was ich unterstütze das. Ich werde auch weiter bei meinen Lieblingsläden einkaufen. Wenn auch im Moment nur online. Ich weiß das, nicht jeder das machen kann. Auch mein Partner ist davon betroffen. Er kann eben ohne seine Werkstatt nicht arbeiten. Und doch war ihm die Sicherheit seiner Angestellen wichtiger als seine Existenz. Ich hoffe nur das er bald wieder die Firma aufmachen kann und der Schaden für ihn nicht so groß ist.

Da findet das Wort Nachbarschaftshilfe eine ganz neue alte Bedeutung.

Mein siebzigjährige Mutter und eine ehemalige Kollgegin lernen gerade zu Facetimen, damit sie mit den Familien und Freunden auch weiter in Kontakt bleiben können. Echt der Wahnsinn.

Wir sind alle aufeinander angewiesen. Deshalb ist es so wichtig das wir uns gegenseitig unterstützen. Also wenn ihr das nächste mal eueren Postboten trefft sagt ihm das einen tollen Job macht. Schenkt der Kassiererin an der Kasse ein Lächeln. Greift ein, wenn wenn sie von einem wütenden Kunden angemacht wird, weil es schon wieder kein Toilettenpapier u.ä. gibt. (Hat ein Kollge von mit gemacht. Das ist kein Witz.) Schluckt die motzige Bemerkung in der Apotheke runter. Die Jungs und Mädels dort machen auch nur ihren Job. So wie die Pflegekräfte, Feuerwehrleute, Polizisten, Bus- und Straßenbahnfahrer, Ärzte und noch viele andere die dafür sorgen das wir ein halbwegs normales Leben im Moment führen können.

Ich habe noch nie in meinem Leben so viel gechattet, telefoniert und Facetime betrieben wie in dieser Woche. Das ist echt verrückt. Alle jammern rum, weil sie Angst vor der Einsamkeit haben. Das sie sozial abgeschnitten sind. Vor dreißig Jahren hätte ich dem zugestimmt. Aber Leute was wollt ihr denn? Gefüllt jeder besitzt ein Telefon oder Mobiltelefon, Internetanschluss, Whatsapp, Facebook, Twitter, Instagram und Co. Wir sind doch, fast ,alle stets und ständig online. Wir sitzen im Cafe mit Freunden und starren auf das Display in unser Hand anstatt uns mit unserem gegenüber zu unterhalten. Komisch das wir jetzt von Vereinsammung reden nur weil uns keiner gegenüber sitzt.

Wir sind nicht isoliert nur weil wir plötzlich alleine, mit unserem Partner oder der Familie in unseren Häusern oder Wohnungen sitzen und vom Rest der Welt „abgeschniiten“ sind. Jetzt dürft ihr surfen, chatten und Facetimen bis der Arzt kommt. Aber vielleicht lernen wir ja auch noch was aus der Geschichte. Wir lernen unsere Freunde und Familie wieder zu schätzen. Und wir lernen gerade etwas, was viele von uns aus ihrer Kindheit noch kennen sollten, aber wohl irgendwie verlernt haben. Sich selbst zu beschäftigen und nicht stets und ständig von anderen bespaßt zu werden.

Falls ihr euch jetzt fragt womit ich meine Urlaubszeit totschlage. Lesen, stricken, ein bisschen Streamingdienst. Nächste Woche werde ich Gartonin entwintern. Nebenbei mache ich Sport und versuche gerade mein Fernstudium zu Ende bringen. Ich bin also gut ausgelastet. Und klar, chatten, surfen, telefonieren und Facetimen wir hier viel mehr als sonst. Man macht sich ja auch Sorgen um den Rest der Bande.

So jetzt habe ich mir Luft gemacht und hoffentlich den einen oder anderen zum Nachdenken bzw vielleicht auch zum Umdenken gebracht. Bleibt zu Hause, wenn ihr könnt und dürft. Lest ein Buch, macht Sport, krempelt die Wohnung um, arbeitet euere UFOs auf, lerne eine Sprache, schaut Streamingdienst, grabt den Garten um…. Es gib so vieles für das plötzlich Zeit ist. Irgendwann wird auch diese Pandemie vorüber gehen.

Habt ein ruhiges Wochenende.

Samstagplausch und Sonntagsglück

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18 Kommentare

  1. says:

    Ohh, nun habe ich alles durchgelesen, aber auf alles kann ich nun nicht schreiben.
    Die Sache mit den Rentnern, ja da hat ja unser Herr Ministerpräsident ja auch geschmimpft. Sie ständen auf dem Wochenmarkt und halten ein Schwätzchen.
    Diese Menschen haben oftmals aber auch kein Internet usw.

    Ja, alle jammern und das auch, weil die Menschen es einfach nicht mehr gewohnt sind nicht ständig irgendwohin zu gehen. Am schlimmsten ist da ja das Reisen.

    Ich frage mich oft, wie meine Oma und meine Eltern das in den 50ern gemacht haben. Kein Intenet, kein Fernseher, aber ein Radio und Bücher.
    Vielleicht kommen die Menschen ein wenig zur Besinnung.

    MAn muß ständig irgendwohin reisen und dann auch noch fliegen am besten für 2 oder 3 Tage.
    Rein ins Auto, nichts mit Rad oder zu Fuß.
    Dabei ist ein Pedelec das Beste was es gibt und man muß ja nicht gleich soviele Kilometer fahren man kann auch weniger, aber da muß man sich ja anstrengen.
    Ich mache Sport, ja was denn, fragst du mal nach, ist nichts, ja bitte, wo ist der Sport?

    Ich könnte mich über manche Leute auch aufregen und ich bin gespannt, wie sich die Luft von den vielen Flügen und vor allem den Kreuzfahren mit Dreckschleudern erholgt.
    Was Greta in zwei Jahren nicht schaffte, das schafft das Virus in wenigen Tagen.

    Manches Schlechte auch auch eine andere Seite.

    Lieben Grüße Eva und pass auf dich auf.

    1. says:

      Da unterschätzt Du die alte Generation. Viele von denen haben ein Smartphon und somit auch Internet. Wissen dank Volkshochschule und Co damit auch umzugehen. Das ist nicht mehr wie vor 10 Jahren. Und wenn nicht gibt es immer noch das gute alte Telefon, denn soweit ich weiß soll man mit dem früher telefoniert haben. Und das soll auch heute noch so funktionieren. Auch meine Mutter telefoniert nach wie vor viel mit ihren Freunden über das gute alte Festnetz. Es gibt mehr als eine Möglichkeit sozial verbunden zu sein. Nicht nur das Internet.

  2. Na du hast dir heute aber alles von der Seele geschrieben!
    Und du hast dabei recht!
    Genieße deine freie Zeit
    Andrea

  3. sheenasolskin says:

    guten morgen,

    Ohja das stimmt die Senioren sind zum Großteil echt verbohrt und extrem sturr, sehe es an meinen Eltern, mein Papa führt sich schlimmer auf als jedes Kleinkind in der Trotzphase. Ich habe die Kraft und die Nerven nicht mehr mich über die Sturrheit der Menschen aufzuregen, da geht mir nämlich meine eigene Gesundheit flöten und das möchte ich auch nicht.

    Und was du oben geschrieben hast, ja du hast sowas von recht.

    Hab ein schönes Wochenende, lass es dir gut gehen und bleib gesund.

    Herzlich Sheena

    1. says:

      Diese Machtkämpfe mit dem Papa kommen mir bekannt vor. Mein Vater ist auch so. Ich habe ihm knallhart gesagt, wenn er den Virus mit nach Hause bringt zieht er aus, weil meine Mutter noch gefährdeter ist als er. Nach einem Machtwort meiner Schwester ist er endlich einsichtig geworden.

  4. says:

    Hallo Sanni ,
    deinen Ausführungen kann ich mich nur anschließen .
    Das mit den Rentnern kann ich hier Gott sei dank nicht beobachten .
    Aber ich erlebe genug egoistische und sich den Regeln widersetzende
    Menschen allein nur beim Einkaufen .
    Bleib gesund und trotz Allem wünsche ich dir einen schönen Urlaub
    Liebe Grüße JANI

  5. Das Leben hier auf dem Land hat sich nicht gross geändert. Nichts, worüber ich mich ärgern müsste, denn es ist einfach, die Bestimmungen und Empfehlungen einzuhalten. Es gibt hier keine Jugendlichen, die sich nicht an die Vorgaben halten, keine Sturen Rentner, keine WC-Papier-Hamsterer. Als gestern die Sonne schien, hätte durchaus die Illusion aufkommen können, alles sei in bestern Ordnung. Wir wissen es besser. Alles Gute dir! Regula

  6. says:

    Du sprichst mir aus dem Herzen und ich empfinde genau wie Du.Man kann es nicht besser beschreiben.

    Ich habe meinem Kollegen 8 Überstunden geschenkt. Er muss verkürzt arbeiten wegen der Kita-Schließungen und hat nicht genug Überstunden. Ich habe die kompletten Büroräume incl. Küche und Toiletten geputzt, denn die Reinigungskraft kann nicht kommen, weil die Kita geschlossen ist. Wir tauschen Brot-Rezepte und Adressen von Online-Shops aus. Ich kenne einen, der noch alle Sorten Mehl liefern kann.

    Am 17.03. hatten wir 2.700 Infizierte, heute 19.800. In nur 4 Tagen ein vielfaches. Ausgangssperren sind nur eine Frage der Zeit, denn nicht alle sind vernünftig. Ich koche vor Wut über die Dummheit meiner Schwager (siehe auch mein Blogbeitrag). Tun wir unser Möglichstes!

    Liebe Grüße, Beatrice

    1. says:

      Ich bin ganz ehrlich. Ich hoffe das es zum Shutdown kommt, damit Deutschland endlich mal aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Ich habe seit gestern einen Schein in der Tasche, so das ich im Falle eines Falles, falls es zum äußersten kommt, mich ab übernächste Woche auch zur Arbeit bewegen darf.

  7. says:

    Hallo,
    wow genau meine Gedanken. Du hast das so wunderschön geschrieben und stimme in Allem zu. Vorallem der Punkt mit den Rentnern, den Uneinsichtigen. Und ein absolutes Nogo die die noch letzte Woche in Urlaub geflogen sind und die man jetzt für teures Geld zurückholt ich würde von den xfachen Betrag für die Rückholung und noch Sozialdienst im Gesundheitswesen aufdrücken damit sies endlich lernen – verlangen. Aber genau das sind die …
    Auch ich/wir bekommen kein Homeoffice. Aber ich hab Glück muss nur 2 min. mit dem Auto fahren. Trotzdem.
    Und ja so schlimm es uns wohl treffen wird wegen Mann Jetzt und sofort Shutdown um so schneller geht es vorbei.
    Ja wo immer es geht und wenn ich was brauche ich geh zu den Inhabergeführten Geschäften.

    LG
    Ursula und bleib bzw. deine Familie gesund

  8. Pia Verena says:

    Schuldzuweisungen finde ich jetzt fehl am Platz, jetzt ist Vernunft und Nächstenliebe gefragt. Bei uns halten sich sicher viele an die Anweisungen und die anderen sehe ich nicht, weil ich ja zu Hause bleibe. Ich habe einfach meine Hochachtung von all den Leuten die uns das zu Hause bleiben ermöglichen.
    Dir wünsche ich noch eine angenehme Urlaubszeit und dass du gesund bleiben darfst.
    L G Pia

    1. says:

      Das sind keine Schuldzuweisungen sondern ich appelliere an den gesunden Menschenverstand, den da draußen laufen immer noch unsagbar viele blauäugige Leute rum die glauben der Virus kann sie nicht erwischen.
      Sicher bist Du Dir da aber nicht ob sich alle an die Vorgaben halten?
      Hätte ich nicht Mittwoch, notgedrungen, das Haus verlassen müssen, weil ich Verbandsmaterial für unsere Cera besorgen mußte, dann wäre mir nie aufgefallen wie viele Menschen noch da draußen zum Spaß und aus Langeweile unterwegs gewesen sind. Mit Nächstenliebe ist bei denen kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Sorry, wer noch glaubt das er damit weiter kommt ist einfach nur naiv.

  9. says:

    hej sanni,
    ich kann dir nur in allen punkten zustimmen. das ist hier das Gleiche. Die Polizisten sind wahnsinnig genervt, weil sie immer noch grosse pulks von menschenansammlungen auseinandertreiben müssen. Jetzt werden bussgelder verteilt…traurig! noch schlimmer ist bei uns, das nur ganz wenig getestet wird. Es gibt nämlich kaum Tests! dadurch weiss man gar nicht, wieviele überhaupt infiziert sind…aber das ist ja alles gar nicht so schlimm… von wegen! ich darf mich bei der arbeit nicht ausreichend schützen- wenn wir ausfallen, wer soll denn bitteschön dann den laden am laufen halten?! das wird noch schlimmer. Ich bleibe zu hause und gehe nicht raus, nur das notwendige… das wird mich nicht umbringen. Wenn es Ebola wäre, würde es da gar keine diskussionen geben- aber so hat man immer verbreitet das Corona gar nicht schlimm sei, nur leichte erkältungssymptome…nicht so schlimm wie die grippe…blablabla….jetzt haben wir den salat! gottseidank ist das harry potter strickbuch ziemlich dick und es gibt noch wollnachschub :0) auch die nähmaschine funktioniert und meine stoffvorräte sind gut gefüllt….halt die ohren steif, sanni und hab einen schönen sonntag! … Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

    1. says:

      Ja Uli, Du weißt wovon du sprichst. Du bist ja beruflich richtig dicht am Geschehen. Noch dichter als ich. Ich hoffe Du bleibst gesund und Deine Lieben auch.

  10. says:

    Danke für deinen ausführlichen Beitrag!!!! Ich bin ganz bei dir!!!

    Liebe Grüße
    Augusta

  11. Tina vom Dorf says:

    Liebe Sanni,
    oh, du hast dir heute so viel von der Seele geschrieben. Und du hast so Recht!!!! Mehr kann ich nicht dazu sagen. Nur, dass ich dir voll und ganz zustimme.
    Komme gut durch diese Zeit und bleibe gesund.
    Liebe Grüße
    Tina

  12. says:

    Was du über die tollen Möglichkeiten der Digitalisierung zur Kommunikation unter unseren derzeitigen Bedingungen schreibst, habe ich in dieser Woche auch so richtig erlebt und Neues dazu gelernt. -Deine Beobachtung zu den Rentnern, zu denen ich ja auch gehöre, kann ich nicht bestätigen. Wir selbst sind seit einer Woche in strikter Isolation und beobachten nur die Pulks von jungen Menschen ( ja, auch von der Pflegefachschule in unserer Straße ) und die jungen Eltern samt Kinderscharen, die sich auf unserem Plätzchen „zusammenrotten“ und dort in großen Gruppen spielen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir in unserem Stadteil eine kleine Minderheit sind und die Bewohner des Pflegeheims nur noch mit dem Rollstuhl herauskommen könnten…
    Alles Gute!
    Astrid

    1. says:

      Das mag sein. Bei uns ist es genau umgekehrt. Hier gibt es mehr Rentner als Jugendliche. Und mein eigener Vater gehört zu dem sturen Volk. Soweit ich weiß, ich arbeite ja selber in der Pflege, sind alle Pflegereichtigungen dicht gemacht und es darf kein Außenstehender mehr rein. Und seit den neuen Auflagen von gestern sind jetzt auch Spaziergänge, mit einzelnen Bewohnern gestrichen, da der Abstand ja nicht mehr eingehalten werden kann. Deshalb wirst du auch keine sehen.

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