Persönliches

Maunz & Cera für immer und ewig oder ein Tag zum Gedenken

Dieser Beitrag ist ein ganz besonderer und deshalb werde ich ihn nicht auf meine sonst so saloppe Art beginnen, denn dieser Blogpost beinhaltet etwas sehr persönliches und nicht nur für mich. In diesem Beitrag geht es ums nähen, malen, Abschied nehmen und verarbeiten … kurz den Tod.

Jeder von uns geht mit dem Thema anders um. Auch ich. Beruflich gesehen sollte ich mit dem Thema umgehen können. Zumal ich gerade eine Ausbildung zum Palliativ Begleiter mache. Aber das heißt nicht das man das auch privat kann, dann kann es schon mal sein das man es mit der Holzhammermethode zu tun bekommt. Ich habe diesen Holzhammer schon mehr als einmal zu spüren bekommen und es überrascht mich immer wieder wie sehr mich das schockt. Eigentlich sollte ich doch inzwischen darauf vorbereitet sein. Aber auf den Tod kann man sich nicht vorbereiten. Er erscheint jedesmal anders.

Doch was tun? Wie geht man mit dem Verlust um? Und dabei ist es echt egal ob es sich um einen geliebten Menschen oder ein Tier handelt.

Zwei Dinge. 1. Hier dreht sich heute alles um den Verlust von Maunz der Katze von Ulli Ulrikes Smaating und meiner Cera. Und 2. wie wir beide auf kreative Weise mit ihren Tod umgegangen sind.

Ulrike und ich, wir haben beide letztes Jahr sehr viel Pech gehabt. Sei es im Job, Krankheit und eben auch wenn es um unsere beiden Katzen geht.

Für den Fall das ihr das letztes Jahr nicht mitbekommen habt Ulis Maunz wurde vergiftet und meine Cera hat zwei Monate später den Kampf gegen den Krebs verloren. Maunz wurde nur zehn und Cera sogar nur sechs Jahre alt.

Quelle: Ulrikes Smaating

Der Verlust unser beider Lieblinge war für uns beide sehr groß zu all den anderen Sorgen die wir beide schon hatten. Doch wie verarbeitet man so einen Verlust? Denn in unserem Fall waren die beiden eben nicht einfach nur Haustiere sondern auch Familienmitglieder.

Ulrike nähte ziemlich schnell nach Maunz Tod einen Quilt für sie. Mehr könnt ihr auf ihrem Blog dazu lesen. Ich fiel erst einmal in ein tiefes Loch, weil Ceras Tod nicht der einzige blieb. Während Maunz also ihre letzte Ruhe in Ulis Garten fand ging Cera erst einmal zum Tierbestatter Rosengarten* und kehrte als weiße Katzenurne zurück. Und steht jetzt auf einem ihrer Lieblingsplätze von wo aus sie weiter ihr ganzes Königreich sehen kann. Ich richtet eine Gedenkseite ein. Ulrike dagegen fing an auch für Cera einen Quilt zu nähen. Ich hätte das nie so hinbekommen. Cera war eh immer schon dickköpfig und eine echte Diva. Das sollte wohl auch beim nähen so bleiben.

Ich dagegen griff nach langer Zeit mal wieder zu Pinsel und Farbe und begann Maunz zu malen. Zeichnen hatte schon früher was beruhigendes für mich, weil ich beim malen einfach abschalten kann. Meine Gehirnwindungen schalten sich dann einfach aus und der Pinsel läuft einfach so über das Papier.

Es ist nicht immer einfach. Das wird es wohl nie sein, wenn man jemanden verliert. Den Tod kann man nicht einfach abbestellen oder aufhalten. Jedenfalls nicht in Ceras Fall. Krankheiten lassen sich nicht immer aufhalten. In Maunz Fall liegt der Sachverhalt anders. Wer gibt einem Menschen das Recht einem Tier (oder auch Menschen) das Leben zu nehmen? Ich finde das wir in unserer Gesellschaft viel zu oft wegsehen. Wer Giftköder auslegt will damit jemanden Schaden. Für mich in doppelter Hinsicht. Nicht nur dem Tier sondern auch dem Besitzer und das sollte viel härter bestraft werden.

Ulrike und ich haben uns bewusst für einen gemeinsamen Gedenktag entschieden, weil wir Maunz und Cera Gedenken wollen und vielleicht auch ein Stück weit damit unsterblich machen. Für uns sind die beiden etwas besonderes, denn sie sind auf den Umwegen des Schicksals in unser beider Leben gekommen. Und begleiten uns noch immer. Irgendwie

Maunz und Cera für immer und ewig.

HoT, Froh und Kreativ, DvD, Lieblingsstück Creativsalat

Sanni K.

Teetrinkerin, Selber- mach- Mädchen, Pflegemama von Herrn Fuchsberger & Miss la Diva, Miss Vio Frühaufsteherin und Vintagefan

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2 Kommentare

  1. says:

    Hej liebe Sanni,
    ach Mann, *schluchz* das hast du so schön geschrieben….ich habe für Maunze jetzt auch eine Seite eingerichtet, weil ich das toll finde, das es die Möglichkeit dazu gibt. Und man schreibt sich auch tatsächlich was von der Seele. Es ist schön, das die beiden dort ein Plätzchen zum Gedenken haben. Ich hab wieder mal Rotz und Wasser geheult, hatte das mit Maunze die ganze Zeit gut verdrängt, den Platz im Winter über gemieden, also ihr Grab. Und die Arbeit und mein Mann haben mich von dem Elend abgelenkt. Nun kam der Frühling und ich musste was draussen machen, das war so zugewachsen, da hats mich wieder voll erwischt. Obwohl ich ja die kleine Gedenkecke habe und auch immer wieder eine Kerze im Windlicht anzünde. Die Decke ist hartnäckig, immer wieder ist ihr Abdruck drauf und spooky….wir haben ein neues Sofa aus leder, gestern habe ich genau an ihrer Stelle Pfotenabdrücke gehabt, so wie wenn sie wieder da gelegen hätte- auf der Armlehne. Wir sitzen da nicht und haben uns nicht abgestützt oder so. Ich bin ja gar nicht spirituell aber das ist so komisch….das mit den Gehirnwindungen geht mir beim nähen auch so, dabei vergesse ich alles und bin ganz beim werkeln. Die kleine Diva hat eine würdige Erinnerungsecke bekommen und bleibt immer in unseren Gedanken. Wie du sagst, sie war ein Familienmitglied. Das mit deiner Wohnung hab ich dann wohl falsch verstanden, ich dachte du wohnst zur Miete…..Naja, vielleicht doch Corona- Hirnschädigungen bei mir :0) Ganz LG aus Dänemark, Ulli :0)

    1. says:

      Ja, hier fallen nach wie vor Bilder von der Wand. Es gibt eben Dinge zwischen Himmel und Erde die können wir nicht erklären. Dein Beitrag ist wirklich sehr schön geworden. Bei mir sind da auch Tränen gekullert.

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